primavera FEstival
für Menschenrechte

 

 

Daniel Landau 1. Stell dich kurz vor. Daniel Landau, Lehrer, Bildungsaktivist und Grünpolitiker 2. Wo ist für dich Heimat? Ist dir diese wichtig? Hm, Heimat verbinde ich mehr mit Menschen als mit dem Reisepass. Dennoch lebe ich sehr, sehr gerne in Wien 3. Wann fühlst du dich als Teil einer Gruppe? Teil einer Gruppe ist man vielleicht dann, wenn einen vieles an Haltungen, Anschauungen, vielleicht auch Hobby, mit den meisten anderen verbindet und dennoch kein(!) Gruppenzwang spürbar wird (was mir auch sehr wichtig ist!) 4. Wie gehst du mit Sexismus, Homophobie, Antisemitismus, Islamophobie, Xenophobie um? Setzt du dich mit eventuellen Vorurteilen deinerseits auseinander? Ich versuche klar jede Art von Ausgrenzung bewusst anzusprechen, versuche auch Tag für Tag selber nicht in Schemata, in Klischees zu kippen und mich selbst diesbezüglich immer wieder zu hinterfragen 5. Wie und wann war deine letzte Konfrontation mit Diskriminierung? Passiert das öfter? Ich habe das Glück in einem Umfeld zu leben (privat, Arbeit) wo wohl die meisten Menschen Ausgrenzungen jeder Art ähnlich ablehnen wie ich, wo versucht wird, eine möglichst inklusive Gesellschaft zu leben. Immer wieder wird man dennoch Zeuge von Diskriminierung im Alltag (auch manchmal versteckter). Auch diese versuche ich anzusprechen… 6. Woran liegt es, dass Menschen Diskriminieren? Mir schwer nachvollziehbar – aber dennoch ist es offenbar viel zu leicht, im Menschen per se Ängste auszulösen, die sich dann unhinterfragt gegen andere, gegen Gruppen, Religionen usw. richten. 7. Spürst du eine Entwicklung gegen Diskriminierung? Ist diese wichtig? Ich denke, dies lässt sich (leider) so nicht allgemein bestätigen. Es wäre jedenfalls wichtig, wenn sich viele – je mehr desto besser – klar und offen gegen jede Form der Diskriminierung aussprechen! 8. Wie definierst du Toleranz? Wie weit geht Toleranz? Toleranz ist für mich ein problematischer Begriff (siehe auch gleich Pkt 9). Der Begriff hat für mich so ein unangenehmes Mitschwingen, ein wenig von oben herab, gleichsam wie ein „Gnadenakt“, wen oder etwas anderes zu tolerieren. So etwas wie gleiche Augenhöhe spüre ich in diesem Begriff jedenfalls nicht. 9. Toleranz. Akzeptanz. Wo bleibt Platz für Wertschätzung? Von den drei Begriffen gefiele mir Wertschätzung am besten! 10. Wie schaffst du es als Individuum ein Verständnis für Gleichheit zu leben? „Alles gleich“ lebe ich wahrscheinlich nicht, finde ich auch nicht wirklich erstrebenswert. Gerechtigkeit in den Chancen ist (bzw. wäre mir zB im Bildungsbereich) wichtig; vielleicht ergibt sich dann in Summe so etwas wie gleichberechtigt!? 11. Wie schaffst du es als Individuum ein Verständnis für Gleichheit zu leben? Ich frage mich, in allen Alltagssituationen, ob Personen mit mir genauso zufrieden sind wie ich fühlen. Und ich merke immer wieder, dass es keine Situation gibt, in der Gleichheit nicht möglich ist.

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