»Dass Peymann Bernhard inszenieren kann, weiß man. Er arbeitet den Witz heraus, die Poesie, er macht die Übertreibungen durchsichtig und führt umsichtig in vorzügliches Ensemble. Allen voran Wolfgang Gasser als grandioser Oberschimpfer, intelligent, listig, bös und tief verletzt.« - Der Standard ↓↓↓ hier runter scrollen ↓↓↓ »Schreiben Sie doch ein Stück Bernhard in welchem Sie alle Leute an der Nase herumführen so ein Stück wünsche ich mir von Ihnen so ein richtiges Andernaseherumführstück setzen Sie sich doch hin Bernhard und schreiben Sie ein solches Andernaseherumführ- stück Großes Theater Bernhard viel Volk viel Schweinerei viel Größenwahn viel Verbrecherisches Abgeschmacktes Niederträchtiges ein richtiges Burgtheatertheater eine richtige große alles verstörende Andernaseherumführ- komödie bringen Sie einmal Ihre ganze Rücksichtslosigkeit auf die Bühne Ihren ganzen Weltekel nicht nur Ihren halben Weltekel sondern Ihren ganzen Weltekel Bernhard schreiben Sie so ein Stück Welttheater daß es das Burgtheater zerreißt so einen richtigen grandiosen Weltscherz Bernhard daß das Burgtheater explodiert daß die ganze Stadt Wien erzittert Sie wissen schon was ich meine« - Aus: Thomas Bernhard, „Claus Peymann kauft sich eine Hose und geht mit mir essen" Heldenplatz ist ein Drama von Thomas Bernhard. Es entstand im Auftrag des damaligen Direktors des Wiener Burgtheaters Claus Peymann für das 100-jährige Eröffnungsjubiläum des Theaters im Jahr 1988 und löste einen der größten Theaterskandale in der Geschichte Österreichs aus. Die Uraufführung war am 4. November 1988, in dem Jahr, in dem auch des 50. Jahrestages des „Anschlusses“ Österreichs gedacht wurde (dem sog. „Bedenkjahr“).

Das Theaterstück spielt nach dem Tod von Josef Schuster, einem Professor für Mathematik an der Universität Wien. Dieser beging (laut Zeitangabe im Drama) im März 1988 Selbstmord, indem er sich aus dem Fenster seiner Wiener Wohnung, die direkt am Heldenplatz liegt, stürzte. In den Szenen des Theaterstücks beschäftigen sich die Hauptfiguren einerseits mit dem Charakter Josef Schusters und andererseits mit ihrer eigenen Lebenssituation. Im Mittelpunkt stehen dabei die monologartigen Reflexionen von Robert Schuster, dem Bruder des Verstorbenen. - http://www.primaverafestival.at/ https://www.facebook.com/primaveraVIE - Inhaltsangabe & Details: Aufzeichnung aus dem Akademietheater 1988 Heldenplatz THOMAS BERNHARD Inszenierung: Claus Peymann Bühnenbild, Kostüme: Karl-Ernst Herrmann Dramaturgie: Hermann Beil, Jutta Ferbers Mit: Therese Affolter, Kirsten Dene, Marianne Hoppe, Elisabeth Rath, Anneliese Römer, Bibiana Zeller, Detlev Eckstein, Wolfgang Gasser, Karlheinz Hackl, Frank Hoffmann Wien, März 1988. Vor wenigen Tagen – am 50. Jahrestag von Hitlers Einmarsch in Wien – hat sich Professor Josef Schuster, ein aus England nach Wien heimgekehrter Emigrant, aus dem Fenster seiner Wohnung auf den Heldenplatz gestürzt. Die Haushälterin Frau Zittel räsoniert über die Gründe der Verzweiflungstat, verursacht durch antisemitische Anfeindungen, denen sich Professor Schuster seit seiner Rückkehr aus dem Exil gegenübersah. Der Selbstmord scheint umso weniger begreiflich, als der Professor entschlossen war, endgültig nach Oxford auszuwandern, um seinen ehemaligen Lehrstuhl wieder einzunehmen. In England erhoffte er sich auch Besserung für den psychischen Zustand seiner Frau, die in der Wohnung am Heldenplatz noch immer von den „Sieg-Heil“- Rufen der jubelnden Menge 1938 verfolgt wurde. Nach dem Begräbnis unterhalten sich Anna und Olga, die Töchter des Verstorbenen und Robert Schuster, dessen Bruder und ebenfalls Wissenschaftler, im Volksgarten über die nun notwendig gewordenen Veränderungen und Entscheidungen. Doch die praktischen Überlegungen münden bald in einer schonungslosen Diagnose der österreichischen Zustände. Robert Schuster setzt zu einer verzweifelt-scharfsichtigen Suada an, die er im 3. Bild – die Witwe und der engste Familien- und Freundeskreis haben sich nach dem Begräbnis in der Wohnung am Heldenplatz versammelt – fortsetzt: Eine Bestandsaufnahme, die weder Österreichs Politiker, noch den Klerus, aber auch die Bevölkerung nicht verschont, während die Witwe des Professors noch immer von den Gespenstern der Vergangenheit heimgesucht wird. 7 EUR Normalpreis 6 EUR ermäßigt (Studierende, SeniorInnen ab 65, Ö1-Club) 5 EUR schikaneder club, Kinder bis 12, Kulturpaß-BesitzerInnen

MITWIRKUNGEN:

SAMSTAG 12.03.
Tag des 'Anschlusses' Österreichs
- Gedenkveranstaltung

 


HELDENPLATZ

Theater, Aufzeichnung 1988 Burgtheater, Thomas Bernhard

 

 

 

 

 

Schikaneder

infos:             12.03.2016, 19:00
Eintritt:

10€ Normalpreis

9€ ermäßigt (Studierende, SeniorInnen ab 65, Ö1-Club)

8€ schikaneder club, Kulturpaß-BesitzerInnen

 

KARTENVORVERKAUF:
Emanuel Café - bitte hier clicken

 

Wikipedia - Heldenplatz (Drama)

www.thomasbernhard.at

Wikipedia

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