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2014

Primavera Festival Wien

 

 

2013 wurde aufgrund der Initiative des österreichisch-mexikanischen Tenors León de Castillo in Kooperation mit der mexikanischen Botschaft in Wien, der österreichisch-mexikanischen Gesellschaft, der diplomatischen Akademie Wien, Exil.Arte, der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, dem Zentrum für verfemte Musik Rostock und der Unterstützung des österreichischen Zukunftsfonds eine Veranstaltung bezüglich des mexikanischen Protestes gegen Österreichs „Anschluss“ an Hitler Deutschland in der Diplomatischen Akademie ins Leben gerufen. Diese Veranstaltung, eingedenk des wichtigen Datums, umfasste nicht nur musikalische Darbietungen, sondern war eingebettet in Diskussionsrunden, bestehend aus Zeitzeugen, Musikwissenschaftern und Politikern.

 

 

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Thematischer Schwerpunkt

 

Im Frühjahr 2014 wird nun mit Unterstützung verschiedener Sponsoren ein junges

Frühlings-Festival entstehen, das sich künstlerisch mit Themen wie Rassismus,

Antisemitismus, und Integration auseinandersetzt.

 

 

Der Fokus des Festivals konzentriert sich auf Werke verschiedener Künstlerinnen und

Künstler, die Opfer von Diskriminierung wurden und die sich – zumeist aus dem Exil –

mit dem Thema auseinandersetzten und ihrer als verfemt geltenden Position künstlerisch Ausdruck verliehen. Bei allen Veranstaltungen nehmen Holocaust-Überlebende als aktive Teilnehmer bei Vorträgen und Diskussionen teil. Erinnert wird zudem an Gilberto Bosques, der während des zweiten Weltkrieges zahlreichen Flüchtlingen aus Europa, darunter auch namhaften Künstlerinnen und Künstlern, ein Visum nach Mexiko erteilte. Bosques war 1939 mexikanischer Generalkonsul in Paris, ab 1940 in Marseille und ermöglichte in dieser Funktion 40.000 Flüchtlingen die Flucht.



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Ein Datum mit Geschichte

 

Der zeitliche Rahmen der Veranstaltung wurde mit Bedacht gewählt: Der 19.März gilt

als Schlüsseldatum, da 1938 eine Woche nach dem „Anschluss“ das mexikanische Veto

gegen die Angliederung Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich Hitlers im Völkerbund eingereicht wurde. Der 21. März, der als Termin der Abschlussveranstaltung festgelegt wurde, feiert den internationalen Tag gegen Rassismus.

 

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Primavera


Da der kalendarische Frühlingsbeginn in jene Märzwoche fällt, wurde der spanische,

italienische und portugiesische Begriff „primavera“ als Name für das Frühlingsfestival

gewählt.

 

 

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Resonanz

 

In der Veranstaltungsreihe letzten Jahres war die mediale und generelle Aufmerksamkeit vor allem auf die Jugend der Teilnehmer, Initiatoren und Organisatoren des Projekts gerichtet und mit sehr positivem Feedback verbunden.

 

Besucher und Holocaust-Zeitzeugen teilten den Eindruck der Veranstalter, dass die gelungene Verbindung von Geschichte und musikalischer Darbietung, organisiert und umgesetzt von jungen, professionellen KünstlerInnen und Künstlern im In- und Ausland kaum zu finden ist.

 

Sie bestätigten die Seltenheit von innovativen Gesamtkonzepten, die Holocaust,

Antisemitismus und Diskriminierung thematisch aufgreifen und mittels klassischer Musik sowohl den Verbrechen gedenken als auch versuchen, zu Offenheit und Toleranz zu bewegen.

www.primaverafestival.at